Ägypten, ein Kulturland mit Vergangenheit.



Die Wurzel zu meiner "Ägyptomanie" legte unsere Tochter, als sie mir von einem Besuch im Britischen Museum in London ein Buch mitbrachte "The mathematical papyrus Rhind". Sie wußte, daß ihr Papa bereits seit der Schulzeit ein faible für Zahlen und Gleichungen hatte. Und hier las ich, was man vor mehr als 4.000 Jahren alles wußte - unglaublich! Diesen Papyrus wollte ich in London sehen und seinen Inhalt interpretieren können! Da blieb nur eines übrig: ich mußte die ägyptische Sprache lernen. Da ich inzwischen ein wenig mehr Zeit habe, diesem Hobby nachzugehen, entschloß ich mich, zum Sommersemester 1999 ein Studium im Institut für Ägyptologie an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz zu beginnen.

Ägypten gehört mit zu den am frühesten von Menschen besiedelten Gebieten unserer Erde. Die Geschichte der ägyptische Herrscher läßt sich bis etwa 3000 v. Chr. datieren. Die verschiedenen Perioden der ägyptischen Geschichte bis zum Untergang des ägyptischen Reiches kann man in 31 Herrscherdynastien aufteilen. Die "steinerne" Hinterlassenschaft dieser Dynastien findet man in allen Teilen des heutigen Ägyptens und - leider auch - in vielen Museen rund um den Globus. Denn die Nachkommen der alten Ägypter auf dem Thron des Padischah haben wertvolle "Erbstücke" an "Andenkensammler" aus Europa zum Teil für Nichtigkeiten aus der Hand gegeben, man kann sie in den Museen von Berlin, London, Paris, Turin oder New York bewundern - um nur einige der Aufenthaltsorte der Stücke zu erwähnen, die alle einmal "Ägypten" als Heimatland in ihrem Pass eingetragen hatten.

Unser Wissen über das Ägypten von vor 4000 Jahren haben uns die Hieroglyphen verraten, welche sich an und in den Tempeln und Grabkammern finden. Die Entschlüsselung dieser schriftlichen "Hinterlassenschaften" zeigen Erstaunliches; so lag das Wissen z.B. in den Bereichen Mathematik, Geometrie, Medizin weit über dem der europäischen Welt jener Tage. Der Kalender mit 365 Tagen und 12 Monaten ist inzwischen 5000 Jahre alt, die Woche hatte damals 10 Tage statt wie heute 7 Tage. Das heute im Britischen Museum in London liegende Papyrus Rhind ist ein Lehrbuch der Mathematik und Geometrie, einfache Bruchrechnung war genauso bekannt wie der Dreieckssatz des Pythagoras. Denn ein rechter Winkel bei der Landvermessung wurde gebildet aus einem Seil, welches in seiner Gesamtlänge im Verhältnis 3:4:5 durch Knoten geteilt war (3² + 4² = 5² !!). Grundlagen der Chirurgie waren genauso bekannt wie ein hoher Wissensstandard im medizinischen und pharmazeutischen Bereich. Bücher ganz anderer Art sind die Alt-Ägyptischen Märchen, welche auch heute noch eine literarische Leistung widerspiegeln, die 4.000 Jahre zurück liegt.


Aus dem ganzen vielschichtigen Feld der Ägyptologie sind die nachfolgende Einzelbereiche in separaten pages behandelt. Der Inhalt wird nach Bedarf aktualisiert oder geändert werden.

Schrift und Sprache des alten Ägyptens

Papyrus Rhind: Rechnen im alten Ägypten

Papyrus Westcar: Medizin im alten Ägypten

Gräber und Tempel des pharaonischen Ägyptens

Gottheiten im alten Ägypten

Pharaonen, die Könige des alten Ägypten

Königstitulatur: die Namen der ägyptischen Könige

Die Liste der altägyptischen Pharaonen

Die Liste der griech.-röm. Pharaonen

Maßeinheiten im alten Ägypten

Die Ramessiden (19. + 20. Dynastie)

Tut-anch-amun (18. Dynastie)

Die Totenbücher

Das Amduat

Märchen im alten Ägypten




    


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