Australien, der rote Kontinent


 

Wer dieses Land nach insgesamt mindestens 20 Stunden Flug erreicht, findet sich in jeder Hinsicht in einer anderen Welt wieder. Nicht nur, daß die Sonne mittags hoch im Norden steht und das Wasser linksherum drehend im Waschbecken abläuft, auch der Menschenschlag ist (in der Regel) ein anderer, als man ihn aus Deutschland kennt. Freundlichkeit, die Bereitschaft, zuzuhören und Rücksichtnahme auf den anderen sind weitverbreitet; bei einem Weihnachtskonzert in der St. Pauls Cathedral in Melbourne - es gab keine numerierten Plätze - standen vor Öffnung der Tür ca. 1000 Besucher in einer etwa 200 Meter langen Schlange zu viert. Sowas gibts noch? Sowas gibts noch - und keiner hat gedrängelt!

Ein grundsätzliches Problem sollte allerdings auch nicht unerwähnt bleiben: wenn zwei Aussies sich mit einem Nicht-Aussie unterhalten, kann es Schwierigkeiten mit dem Verständnis geben. Wenn die nämlich "strain" sprechen, fühlt sich der Besucher ins Tal der Ahnungslosen verbannt: "Kann nit verstaan". Dieser Dialekt wird in keinem Englischunterricht dieser Welt gelehrt. Denn "strain", die Verballhornung von "Australian", ist schlichtweg eine Sprache für sich. Und es gibt inzwischen sogar ein Dinkum dictonary für alle die, welche sich durch diesen Wortsalat durchkämpfen müssen.
Ein paar Beispiele gefällig? Aber gern doch! Was würden Sie unter brolli, eski, barby, bikey oder boot verstehen? Regenschirm (umbrella), Kühlbehälter, Barbequeue, Radfahrer (biker) oder Kofferraum des Autos, richtig, ist doch gar nicht soo schwer. Und was heißt dann "Sheila goes A over T downstairs?" Na, kann man auch verstehen, ein junges Mädchen fliegt kopfüber die Treppe runter, ist doch klar? Ach so, was "A over T" heißt? Dachte ich es mir doch, daß da noch was unklar ist. "Arse over Tits" natürlich, konnte man sich das nicht denken? Daß diese Sprache am Hof von St. James in London nicht unbedingt salonfähig ist, dürfte klar sein. Auch den Aussies, bloß die haben - aus der Vergangenheit bedingt - keine so besonders gute Meinung über die poms, wie sie die Briten abschätzig nennen.




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Australische Tierspezies
Die Great Ocean Road (Victoria)
Melbourne und Sydney


  

Die Great Ocean Road (Victoria)

Die Great Ocean Road führt an der Südküste des Staates Victoria von Geelong - westlich von Melbourne - in Richtung Adelaide. Erbaut wurde sie von etwa 3.000 zurückgekehrten australischen Kriegsteilnehmern des 1. Weltkrieges Anfang der 20er Jahre, 1932 wurde sie endgültig auf voller Länge freigegeben. Der Abschnitt zwischen Torquay und Apollo Bay ist als "Surf Coast" bekannt, zwischen Princetown und Bay of Islands wird der Abschnitt als "Shipwreck Coast" bezeichnet, der Name sagt, was hier unter Wasser liegt. Für Besucher von Victoria sollten diese ca. 300 km Küstenstraße ein Muß sein.

Die Twelve Apostels (12 Apostel) sind Sandsteinblöcke verschiedener Höhe und Gestalt, welche vor der Great Ocean Road aus der Bass Strait herausragen - bei hohem Wasserstand sind's halt nur 8 oder 9 Apostel, der Rest ist dann auf Tauchstation

Die London Bridge ist eines der bekanntesten Monumente an diesem Küstenstreifen. Der landeinwärts gelegene Brückenbogen stürzte am 15. Januar 1990 ein, als vorn 6 ahnungslose Touristen standen. Sie wurden nach mehreren Stunden mit Hubschraubern geborgen. ("London bridge has fallen down..!")

The Arch (Der Bogen) ist ein gewaltiges Monument, welches unter Einfluß der starken Brandung immer mehr "angenagt" wird.

Die nebenstehende Luftaufnahme zeigt einen Teil der "Shipwreck Coast" und läßt ahnen, mit welcher Kraft die Wellen der Bass Strait hier zuschlagen.

  

Melbourne und Sydney

Mehr als 90 % aller Bewohner Australiens leben in den 6 Großstädten in der Küstenregion dieses Landes. Die beiden Größten trugen ihren Wettkampf um die Vorherrschaft so nachdrücklich aus, daß weder Melbourne noch Sydney Haupstadt wurden sondern auf halber Strecke zwischen beiden Städten die Hauptstadt Canberra aus dem Boden gestampft wurde.



Abendstimmung an der Sydney Opera, von einer Jet Ferry auf dem Weg von Circular Quai nach Darling Harbour aufgenommen.

Sydney Opera mit Circular Quai und den Hochhäusern der downtown, vom jenseitigen (Nord-)Ufer der Harbour Bridge aufgenommen.

Melbourne: Flinders Street Station, der Hauptbahnhof der Stadt, am Yarra River und der Princess Bridge gelegen, bei Nacht

    



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